Zufallszitat:
Man sieht nur mit dem Herzen gut. Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar.
Antoine de Saint-Exupéry; fr. Schriftsteller u. Kampfflieger; 1900-1944

Missio Online

Missio Online war mein Einstieg ins Web Development: Nach einem ersten Versuch 1996 war Missio Online dann von Mai 1997 bis August 2007 unter der Adresse missio.at online.

Missio Austria ist das Dritte Welt-Hilfswerk der Katholischen Kirche, wenig bekannt, aber etwa 19 Spendenmillionen schwer, betrieben durch rund 35 Mitarbeiter. Ich war dort vierzehn Jahre lang als Wiener Diözesansekretär tätig. Da Missio sehr stark auf Bildungsarbeit setzt und viel mit Multiplikatoren in Pfarren und Schulen, also Lehrern, Kinder- und Jugendarbeitern, Seelsorgern, u.s.w. zu tun hat, entdeckte ich schon früh die Notwendigkeit einer Website.

In den ersten Jahren nach 1997 war Missio Online ein Pionier im kirchlichen Bereich. Die Kirche hatte das Internet noch nicht entdeckt, jedenfalls nicht als seriöses, ernstzunehmendes Medium. So kam es zu dem kuriosen Umstand, dass die Zentrale von Missio noch nicht per E-Mail erreichbar, aber Missio schon eine Website hatte ;-)

Missio Online informierte mit über 250 Seiten über die umfangreiche und vielfältige Arbeit von Missio, wie den jährlichen Monat der Weltkirche, die Priesterausbildung, das Kindermissionswerk, die Entwicklungsprojekte in der Dritten Welt, sowie die Hilfe in den Ländern der ehemaligen Ostblocks.

Alle Missio-Veranstaltungen (in Listenform und kalendarisch), sowie alle Publikationen von Missio wurden vorgestellt und waren zum Teil (soweit seitens der Redaktionen erlaubt/erwünscht) auch online nachles- oder downloadbar. Spezielle Aktionen oder Kampagnen, wie z. B. die Aktion Schutzengel, sowie spezielle Themen, wie z. B. Mission heute wurden auf Missio Online umfangreich behandelt, auch mit Bildgalerien und Videomaterial.

Nahezu alle, der kostenlosen Printprodukte standen auch als Download zur Verfügung. Außerdem gab es einen Webshop mit Warenkorb-System, der vor allem im Vorfeld des jährlichen Sonntags der Weltkirche stark benutzt wurde.

Selbstverständlich waren auch aktuelle Neugkeiten zu finden, auch in einem RSS-Newsfeed zusammengefasst.

So groß Missio ist, so umfangreich war auch Missio Online. Missio Online konnte nicht nur ein besseres Visitenkarterl im Web sein. Auf Missio Online, konnten einzelne Interessierte, sowie die Multiplikatoren aus den Pfarren und Schulen ihre gesuchten Informationen über Missio finden.

2005 übernahm bei Missio Austria ein neuer Direktor die Führung. Es setzte eine starke Personalfluktuation ein und innerhalb zwei bis drei Jahren hatte rund die Hälfte der Belegschaft Missio verlassen. Seit Sommer 2008 bin auch ich nicht mehr bei Missio.

Einige Monate vor dem Ende meines Dienstverhältnisses wurde der Papstbesuch 2007 zum Anlass genommen, einen neue Website einzurichten zu lassen und diese an die neue Werbelinie, sowie an die neue inhaltliche Ausrichtung von Missio anzupassen. Design und Technik stammten dann schon von einer externen Webagentur.

Von Missio Online ist also – da seit August 2007 offline – nichts mehr im Web zu finden, aber ältere Screenshots (2005) gibt es, siehe rechts.